DIGIKIDS 2011 - KINDER UND DIGITALE MEDIEN - LEBEN IM WEB 2.0

Studie und Kongress vom 6. bis 7. April 2011

Das Projekt
Das „Trio“ Agentur Cox Orange, Verein art & business Kulturmanagement und die Medienpädagogin Dr. Geretschlaeger wollte es genau wissen: wie erleben Kinder und Jugendliche heute in Österreich ihren digitalen Alltag, wie erfolgt die Unterstützung dabei durch Eltern und Lehrkräfte, was machen sie online?
Eine Studie und ein Fachkongress sollen Antworten geben. Der Kongress hat das Ziel, die Quint-Essenz der neuesten Studien zu erheben und Best Practice Beispiele auszutauschen, um sich fit zur Begleitung der „Digikids“ zu machen.

Gratulation zur sehr geglückten Veranstaltung. Der 0pen-Space war ein mutiges Experiment und hat einen sehr emotionalen Eindruck vermittelt. Es zeigt sich auch, wie sehr die Öffentlichkeit an diesem Thema interessiert ist.

Liebe Grüße
Andreas Salcher

Handy als Einstiegstool in die digitale Welt
Das Einstiegsgerät ist für die meisten Kinder ab einem Alter von etwa 8 Jahren nach wie vor das Handy. Alle 63 Kinder haben ein Handy, jedes 2. davon ist internettauglich. Für jene 38 aus der Gruppe, die über keinen eigenen Laptop verfügen, sichert es einen Basiszugang zum Internet. (Im Vergleich dazu: die aktuelle EU Kids Online-Studie mit 25.142 „Digikids“ zwischen 9 und 16 Jahren ergab, dass in Österreich 53 % das Web via Handy nutzen; in Europa sind es im Vergleich dazu nur 34 %).

Facebook als Renner
65 % nutzen Facebook und 57 % geben an, ein eigenes Profil zu haben. Msn, netlog, ebuddy.com und twitter liegen in der Nutzung weit hinter Facebook. Mehr als die Hälfte chattet mit Freunden aus dem nahen sozialen Umfeld, 32 % suchen gezielt Freunde, 29 % spielen Spiele und 25 % nutzen Facebook, um in Kontakt zu bleiben oder News auszutauschen. E-mails haben in der Kommunikation mit Gleichaltrigen so gut wie keine Bedeutung.  50 % kommunizieren per Handy, 30 % versenden SMS und 35 % nutzen Facebook zur Kommunikation.

Problembewusstsein
Bei den teilnehmenden SchülerInnen ist ein hohes allgemeines Problembewusstsein feststellbar. 53 % jener, die ein Profil im Facebook angelegt haben, geben an bereits belästigt worden zu sein, zählen jedoch auch Anstupsfunktionen von Bekannten dazu. Im Facebook wiegen sich die Kinder dieser Altersgruppe jedoch in einer Art Scheinanonymität. Man zeigt sich zwar „virtuell“ z. B. auf Facebook ohne sich viele Gedanken dazu zu machen. Fotos am Handy werden aber im Gegensatz dazu nicht gerne im persönlichen Gespräch gezeigt.

EU-Studie „EU Kids Online“
Wesentlich ist sicher ein Appell an die Eltern: aus der EU-Studie ist erkennbar, dass österreichische Eltern seltener denken (6 %), dass ihre Kinder negative Bilder gesehen haben, als jedoch ihre Kinder davon berichten (17 %). Eltern unterschätzen offenbar hierzulande generell negative Botschaften. 45 % der österreichischen Kids hatten bereits online-Kontakte mit Fremden, 16 % davon haben diese auch offline getroffen – dieser Wert  ist beinahe doppelt so hoch wie in Europa. Details dazu auch beim Kongress.

Die Studie „Digikids 2011“ und der Kongress werden unterstützt vom bm:wfj, bm:ukk, bm:wf, A1 Telekom Austria, AIT und zahlreichen Netzwerkpartnern wie der WKW, RTR, FFG, TU Wien, Saferinternet.at und der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Wien, Niederösterreich.

Pressekontakt, Rückfragehinweis, Fotos
Cox Orange Marketing & PR GmbH                                            PGM Marketing Research Consulting
Gabi Miller Tel: 01-895 56 11-16                                                 Petra Gregorits Tel: 0676/40 29 464
miller@cox-orange.at                                                             p.gregorits@pgm.research.at
www.cox-orange.at

Hier nun einige Bilder vom Kongress



 

aktualisiert: 31 Mai, 2011 12:38